Monatsarchiv für November 2009

Oberboihingen und Tachenhausen 1848 Ortsbeschreibung

Montag, den 30. November 2009

In der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, wird über Oberboihingen gesagt:

” Die Obstzucht ist bedeutend und seit etwa 20Jahren sehr in Aufnahme, der Weinbau dagegen ganz untergeordnet und wenig einträglich, der Holzmangel empfindlich. Die Rindviehzucht ist auch hier in fortschreitender Verbesserung begriffen und die Schafhaltung nicht unerheblich. Die Einwohner sind arbeitsam und häuslich,….. ”
und zu Tachenhausen: ” Die Gebäude des untern Hofes sind 1829 abgetragen und 1838 auch der letzte Rest des Klosters, die Ueberbleibsel der Umfangs-Mauer, entfernt worden. Der kleinere untere Hof ist jetzt mit dem größeren obern zu Einem Pachtgut vereinigt, das 1836 auf 18 Jahre für jährlich 2000 fl. verliehen ist. Erwähnung verdient, daß die Verwaltung auf die höhere Pachtsumme von 2500 fl., die zu erzielen gewesen wäre, in der Absicht verzichtet hat, einen rationellen Landwirth zu gewinnen, der, indem er das Gut emporbringt, durch sein Beispiel auch auf die Umgegend wohlthätig wirkt. ”
der Volltext wird auf der Seite Oberamtsbeschreibung.de angeboten und steht demnächst auch als PDF-Download bereit.

Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Beuren 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 28. November 2009

Über die Einwohner von Beuren wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

” Die Bewohner kündigen sich schon durch ihr Aeußeres als ein von den Thalbewohnern merklich verschiedener Menschenschlag an; sie sind größer, kräftiger und im Ganzen mehr wohlgebaut, auch sind dunkle Haare hier häufiger als im Thal; die Mundart ist schon mehr oberländisch, die Anhänglichkeit an das Alte und Hergebrachte noch allgemeiner, was sich auch in der Tracht zeigt. Der Charakter erscheint bei oberflächlicher Bekanntschaft etwas rauh und derb; dagegen rühmt man große Betriebsamkeit, Wirthschaftlichkeit und dabei mildthätigen Sinn gegen Nothleidende. Der sittlich religiöse Zustand gehört zu den befriedigenden der Gegend.”
der Volltext wird auf der Seite Oberamtsbeschreibung.de angeboten und steht demnächst auch als PDF-Download bereit.

Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Neuffen 1848 Ortsbeschreibung

Freitag, den 27. November 2009

Über den Anbau von Wein, in und um der Stadt Neuffen, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

“Der Weinbau ist hier am wichtigsten und ausgedehntesten im Oberamt. Die meisten Weingärten liegen am Fuß des Festungsbergs. Nach hiesigem Brauch enge (mit 4000 Stock per Morgen = 31,52 Ar) und fast ausschließlich mit Sylvanern bestockt, liefern sie in guten Jahren auf den Morgen 8-12 Eimer (Eimer = ca. 394 Liter) eines Gewächses, das im günstigen Fall mit 40 bis 44 fl., bisweilen noch höher bezahlt wird. In sehr trockenen Jahrgängen, wie z.B. 1834, wo bisweilen Strichregen an der Alptraufe hin die Reben erfrischten, hat das hiesige Erzeugniß von Kennern den Vorzug selbst vor den beliebten Weinen des Remsthals erhalten, und wurde in größere Entfernung, namentlich nach Stuttgart abgesetzt. In gewöhnlichen Jahren findet es seine Abnehmer hautsächlich in Urach und auf der Alp. .”
der Volltext wird auf der Seite Oberamtsbeschreibung.de angeboten und steht demnächst auch als PDF-Download bereit.

Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Kreisbeschreibung Landkreis Esslingen

Dienstag, den 24. November 2009

Die lang erwartete, neue Kreisbeschreibung des Landkreis Esslingen ist jetzt im Buchhandlung erhältlich. Dieses 2 bändige Werk setzt eine Reihe fort, die im 19ten Jahrhundert mit den Oberamtsbeschreibungen begonnen hat. Im Jahre 1820 wurde in Stuttgart das Statistische-topographische Bureau mit dem Ziel gegründet: “..eine genau und vollständige Landes-Volks-und Ortskunde von Württemberg zu liefern, und die in jedem Jahr hierunter sich ergebenden Veränderungen sorgfältig zu sammeln, so daß jede Regierungs-Behörde und jeder Württemberger fortlaufend eine richtige und umfassende Kenntniß von dem Zustande und den Verhältnissen des Vaterlandes sich zu schaffen Gelegenheit habe.” (königl. württemb. Staats- und Regierungs-Blatt 1821 S. 155.)
Hiermit war eine amtliche Landesbeschreibung geschaffen. Mit einigen Verschiebungen sind es 3 ehemalige Oberämter die den heutigen Landkreis Esslingen ausmachen: Kirchheim 1842 -Nürtingen 1848 -Esslingen 1845 letzterer Band ist leider vergriffen.

Neuenhaus 1848 Ortsbeschreibung

Sonntag, den 22. November 2009

Zu Neuenhaus und seinen Einwohnern wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

“Die Einwohner….haben in Folge ihres Gewerbs und Verkehrs mit auswärtigen Orten das Ländliche ihrer Nachbarn in Tracht und Manieren mehr oder minder abgelegt, leben aber mit sehr wenigen Ausnahmen in um so dürftigeren Umständen, als, wie oben gesagt, der landwirthschaftliche Betrieb nur gering ist..Eine Naturgabe ist in Hafner-Neuhausen, wie der Ort im Munde des Volks gewöhnlich heißt, immer fleißig ausgebeutet worden. Es findet sich nämlich in dem nahegelegenen Wald Hochberg in reichlicher Menge eine gute Töpfererde sowohl weiße zu Kochgeschirren aller Art, als rothe zu Schüsseln, Milchtöpfen, Krügen etc…..Für das Thongraben hatte jeder Meister jährlich 100 Stück Eier…..zu entrichten.”
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Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Neckartailfingen 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 21. November 2009

Über die Bürger von Neckartailfingen ist in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, zu lesen:
“Hinsichtlich der intellektuellen Ausbildung sollen die hiesigen Leute auf einer höheren Stufe stehen als mehrere der Nachbarorte..”
Neckartailfingen Kirche und Pfarrhaus
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Neckartenzlingen 1848 Ortsbeschreibung

Montag, den 16. November 2009

Über Neckartenzlingen ist in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, zu lesen:
“Neckar-Tenzlingen gehört zu den wenigen Orten des Oberamtsbezirks, welche einige Pferdezucht haben, und wo die vermöglichern Bauern sich lieber der Pferde als des Hornviehs zum Feldbau bedienen, indem auch einiges Landfuhrwesen im Orte besteht…. Es wird noch einiger Handel mit Fischen, besonders mit den Forellen der Erms und den Aalen des Neckars getrieben. Einige Schneckengärten, welche gehalten wurden, sind abgegangen…… einige städtische Gewerbetreibende, z.B. ein Waffenschied,
ein Färber, ein Rothgerber etc. Schildwirthschaften zählt man 3,
Oelmühle 1, Sägemühle 1, auch besitzt der Ort eine bedeutende
Bierbrauerei……”

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Neckarhausen 1848 Ortsbeschreibung

Sonntag, den 15. November 2009

Über Neckarhausen ist in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, zu lesen:
“Neckarhausen liegt angenehm theils im Neckarthal, theils an dessen südlicher Halde gelehnt, und bietet gegen Raidwangen einen vortheilhaften Anblick, so wie auch das Innere, wenigstens die mitten hindurch führende Hauptstraße (die Poststraße von Nürtingen nach Neckar-Thailfingen) ein reinliches, gefälliges Ansehen hat. Eine hölzerne Brücke führt auf das jenseitige rechte Neckarufer. Die Pfarrkirche, in welche Raidwangen als Filial gewiesen ist, hat ein erneuertes hübsches Aeußere und Innere, ist aber kaum geräumig genug. ”
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Erkenbrechtsweiler 1848 Ortsbeschreibung

Freitag, den 13. November 2009

Über die Einwohnern von Erkenbrechtsweiler ist in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, zu lesen:
“Die Einwohner….stehen hinsichtlich ihrer Sitten, Tracht, Lebensweise etc. zwischen den Thalbewohnern und den weiter hin wohnenden Aelplern mitten inne. Fleiß und Genügsamkeit bezeichnen durchschnittlich ihren Charakter,…Erkenbrechtsweiler wird im Munde des Volks selten gehört; man sagt Hinterweiler oder Weiler schlechtweg.”
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Linsenhofen 1848 Ortsbeschreibung

Donnerstag, den 12. November 2009

Über den Anbau und Brennen der Kirschen in Linsenhofen ist in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, zu lesen:
“Es ist zum Verwundern, zu welcher Größe und Ergiebigkeit hier die Kirschbäume gedeihen; es gibt welche, von denen 12-15 Centner Kirschen gewonnen werden. Man zählt gegen 20 verschiedene Sorten, von denen einige ganz besonders geistreich sind und den wohlbekannten Linsenhofer Kirschengeist geben, der in die Nähe und Ferne, sogar bisweilen nach Amerika, versendet wird…..”
zu den Einwohner wird gesagt:
“Die Einwohner sind thätig und betriebsam; ihr Gesundheitszustand ist im Ganzen gut, wiewohl sie an kräftigem Aussehen ihren Nachbarn in Beuren merklich nachstehen.
Eine üble Sitte ist, die freilich auch anderwärts häufig anzutreffen ist, daß nicht selten sogar Kinder Branntwein zum Frühstück gereicht wird…..

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