Monatsarchiv für Mai 2010

Der Kraichgau und seine Orte. Reprint der Ausgabe von 1878

Montag, den 17. Mai 2010

Der genaue Titel lautet:
Der Kraichgau und seine Orte verbunden mit Samuel Friedrich Sauters alten Nachrichten von Flehingen. Herausgegeben von Leopold Feigenbutz, Hauptlehrer in Flehingen. Bretten Buchdruckerei von Fr. Leitz. 1878. 27 + 407 Seiten.
Hier in einer Reprintausgabe 1976 Horst Bissinger Verlags Magstadt, gebunden, Leinen-Einband.
Mit Ortsbeschreibungen von: Bretten, Bauerbach, Bahnbrücken, Bruchsal, Büchig, Derdingen, Diedelsheim, Eppingen, Elsingen, Eichelberg, Freudenstein, Gochsheim, Gölsheim, Gondelsheim Grombach, Obergrombach, Untergrombach, Hambrücken, Heidelsheim, Helmsheim, Hohenklingen, Hockenheim, Forst, Jöhlingen, Karlsdorf Altenbürg, Kirrlach, Kißlau, Ketsch, Kronau, Knittlingen, Kürnbach, Landshausen, Langenbrücken, Malsch, Malschenberg, Maulbronn, Menzingen, Michelfeld, Mingolsheim, Mühlbach, Mühlhausen, Münzesheim, Neibsburg, Neuenbürg, Neuthard und Büchenau, Nußbaum, Oberacker, Odenheim, Oelbronn, Oestringen, Owisheim, Reilingen, Rettigheim, Rinklingen, Rohrbach, Ruith, Sankt Leon, Roth, Spranthal, Sickingen, Sternenfels, Ochsenberg, Stettfeld, Sulzfeld, Tiefenbach, Ubstadt, Waghäusel, Waldangelloch, Weingarten, Wersau, Weyer, Wiesenthal, Zaisenhausen, Zeutern, Flehingen
Zu beziehen bei:
http://versandantiquariat.org/buch6951.html
Leopold Feigenbutz: (15. August 1827 – 15. August 1904): Chronist des Kraichgaus.
Samuel Friedrich Sauter: geboren 10. November 1766 in Oberderdingen / Flehingen bei Bruchsal (Kraichgau); gestorben am 14. Juli 1846 ebenda) war Dorfschullehrer und Volksdichter. Sauter war ab 1786 Lehrer in Flehingen, wo er um 1800 eine Lesegemeinschaft gründete. 1811 erschien in Heidelberg seine Sammlung Volkslieder und andere Reime. Von 1816 bis 1841 unterrichtete Sauter in Zaisenhausen.
Sauter schrieb ca. 500 Gedichte, Reime und Erzählungen, darunter auch Auftragspoesie. Die bekanntesten sind – Das Lied vom armen Dorfschulmeisterlein-, – Der Wachtelschlag- und – Loblied auf die Kartoffel. – Der Wachtelschlag – wurde von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven auch vertont.
Sauters Gedichte waren populär, aber sie wurden auch als schrullig und voll von unfreiwilliger Komik kritisiert. Einer von Sauters Kritikern war Adolf Kussmaul. Zusammen mit seinem Freund Ludwig Eichrodt schrieb er ironische Gedichte auf Sauter, wobei sie den Namen – Weiland Gottlieb Biedermeier- als Pseudonym wählten. 1853 erschien ihr Band Gedichte in allerlei Humoren. Auch Joseph Victor von Scheffel hat mit -Biedermanns Abendgemütlichkeit- und – Bummelmeiers Klage- Sauters Stil parodiert. So prägte Sauter unfreiwillig den Namen einer ganzen Stilrichtung.