Archiv der Kategorie ‘Fundstück‘

Else Ury: 1909 Lorchen und Dorchen

Dienstag, den 8. September 2009

Eine noch unbekannte  Kurzgeschichte ? von Else Uri.  Fundstück aus der Zeitschrift: Illustrierter Kinder-Freund vom Sonntag den 25. April 1909  (Seite 66). Hier der Anfang von der 5 seitigen Geschichte, mit 4 Zeichnungen von J. Graffman.   “Ach – so schön wie bei der alten Tante Gustel war es doch nirgends sonst! Jeden Mittwochnachmittag mit dem Glockenschlag vier hielt Dorchen ihren Einzug. Da gab es soviel zu bewundern und anzustaunen in dem kleinen Zimmer, daß die Kleine nie damit fertig wurde. Und zu jedem Püppchen, jeder alten Vase und jedem Kästchen wußte die Tante eine Geschichte. Das war das Schönste! Nein – doch nicht – das Allerschönste war Lorchen, der bunte Papagei……”

Diese Geschichte ist nicht bei Wikipedia aufgeführt, auch sonst habe ich keinen Beleg im Netz gefunden. Doch immer wieder spannend diese Arbeit als Antiquar!

Hoffnung für alle Finanzgeschädigten!

Donnerstag, den 16. Oktober 2008

Sie bekommen zwar nicht Ihr Geld zurück aber Ihnen wird nun endlich erklärt, wie Kapitalismus und Ausbeutung funktioniert. Bei mir neu eingetroffen.

Karl Marx: Das Kapital.  Kritik der politischen Ökonomie. 3 Bände:

Erster Band: Der Produktionprozess des Kapitals.

Zweiter Band: Der Zirkulationsprozess des Kapitals.

Dritter Band: Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion.

Es ist schon verwunderlich wie der Autor es geschafft hat so schnell auf die weltweite Wirtschaftskrise zu reagieren und ein so umfassendes Werk auf den Markt zu bringen. Oder hat der Autor, der Schlingel nur auf einen günstigen Augenblick gewartet?

Ich kann jedenfalls das Werk nun anbieten.

Fundstück: Verse von Tyll

Mittwoch, den 24. September 2008

Ein wunderschönes, kleines Buch ist mir in die Hände gefallen: (Josef Eberle): Mild und bekömmlich. Verse von Tyll. Dieses Erstlingswerk, erschienen im Verlag “Die Blende” 1928,  beinhaltet  satirischen und auch erotischen Gedichte wider das Schmutz und Schundgesetz dieser Jahre. Die meisten Gedichte sind zuvor in dem linken “fortschrittlichen Kampfblatt Die Sonntagszeitung” von Dr. Erich Schairer erschienen.  Josef Eberle veröffentlichte unter verschiedenen Pseudonymen wie: Sebastian Blau, Peter Squenz, Iosephus Apellus und eben auch Tyll, und war nach dem Krieg der erste Herausgeber der Stuttgarter Zeitung.

Oberamtsbeschreibung

Freitag, den 25. April 2008

Über einige Ecken ist es mir gelungen Restexemplare der Reprints der legendären Oberamtsbeschreibungen von folgenden “Oberämter” zu erwerben: Reutlingen, Ehingen, Rottenburg, Saulgau, Blaubeuren, Ulm, Biberach, Tettnang, Wangen, Leutkirch, Esslingen, Gerabronn, Böblingen, Stuttgart Amt, Bisingen, Herrenberg, Stuttgart Stadt, Vaihingen, Freudenstadt, Ludwigsburg, Calw, Marbach, Tübingen, Spaichingen, Balingen, und Neckarsulm.

Details unter Versandantiquariat.org Oberamtsbeschreibungen

Diese Beschreibung der einzelnen Verwaltungsbezirke und Ortschaften sind eine Besonderheit des Archivwesens im königlichen Württemberg des 19. Jahrhunderts. im Jahre 1820 wurde in Stuttgart das Statistische-topographische Bureau mit dem Ziel gegründet, der Verwaltung eine genaue Kenntnis des Landes zu vermitteln und darüber hinaus auch zur Integration der verschieden Teile des noch jungen Königreiches beizutragen. Neben den rein statistischen Angaben über Einwohner, Besitz-Größe, Gebäude-Anzahl, Tierbestand usw. wurde auch über Geographischen Gegebenheiten, über das Klima, Flora und Fauna, Gesellschaftlicher Zustand, Gesundheits-Zustand der Bevölkerung der einzelnen Orten berichtet. In der Regel waren den Beschreibungen eine Karte und verschiedene Blätter in Form von Tabellen beigefügt.

Die erste Beschreibung wurde 1824 (Reutlingen) veröffentlicht, es dauerte bis 1886 bis die letzte der damaligen 64 Oberämter (Ellwangen) erschien. Die ersten 14 der Bände erschienen unter Federführung von Johann Daniel Georg von Memminger (1773 bis 1840), Geograph und Statistiker dem Begründer der württembergischen Landvermessung. Nach 1840 waren die Herausgeber: Pauly, Moser, Stälin Fromm, Bauer Dillenius, Titot Paulus. Vor allem der Topograph Karl Eduard Paulus und sein Sohn Eduard Paulus waren für die Veröffentlichungen in der 2ten Hälfte des 19. Jahrhundert verantwortlich.

In den Jahren von 1961 bis 1980 wurde durch den Horst Bissinger Verlag in Magstadt sämtliche Bände in unveränderten Nachdrucken herausgegeben.