Archiv des Tags ‘Oberamt’

Unter-Ensingen 1848 Ortsbeschreibung

Sonntag, den 27. Dezember 2009

Über die Bewohner von Unterensingen, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Die Einwohner, ein wohlgebildeter und kräftiger Menschenschlag, werden als arbeitsam und sehr mäßig (bescheiden) geschildert. Der Branntweingenuß ist hier weniger allgemein, als in so vielen andern Orten. Die ökonomischen Umstände gehören zu den besseren im Oberamte; es gibt einige vermögliche Güterbesitzer, aber doch auch gegen dreißig arme Familien. Die Gewerbtreibenden sind meistens Lohnweber und wandernde Maurer; auch wird einiger Kleinhandel mit Viktualien getrieben. Unter den Nebenbeschäftigungen der Armen nennt man das Sammeln der in der Gegend häufigen Camillen für die Apotheken…….”
der Volltext wird auf der Seite Oberamtsbeschreibung.de angeboten und steht demnächst auch als PDF-Download bereit.

Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Altdorf 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 19. Dezember 2009

Über Altdorf, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Dorf,…Mit 440 Einwohnern (worunter 3 Katholiken), Filial von Neckar-Thailfingen, 2 ¼ Stunde südwestlich von Nürtingen an der Staatsstraße von Stuttgart nach Urach, Reutlingen etc. (Forstamt Urach). Eine kleine Hochfläche, östlich gegen den Nettelbach und die Authmuth, nördlich gegen das Neckarthal gesenkt, bildet die Markung dieser Gemeinde, deren Boden, meist ein tiefgründiger Lehmboden, zu den besseren des Bezirkes gehört. Die Luft ist trocken und scharf. Der Felbau ist ausgedehnt und lohnend, besonders ergiebig an Dinkel und Haber; auch der Hanf geräth hier vornehmlich gut……Altdorf hat verhältnißmäßig die meisten Schafe im Oberamt, einzelne Bürger gegen 300 Stück Bastarde, die hier gewintert werden……”
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Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Aich 1848 Ortsbeschreibung

Freitag, den 18. Dezember 2009

Über Aich, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Die Feldmark Aich liegt uneben auf der südlichen Absenkung der Filder, im Aichthal und auf dem Rücken zwischen diesem und dem Neckarthal, ist quellenreich und durch die Aich, Schaiach, Baierbach, Bombach und Finsterbach bewässert, hat reine aber etwas rauhe Luft, und einen nicht besonders fruchtbaren, magern, schweren Boden mit steinigter, häufig auch lettiger Unterlage. Da dieser lettig – lehmig Boden stärkere Düngung verlangt, als mancher Eigenthümer zu gewähren vermag, so ist der Zustand des Anbaues noch immer ziemlich mittelmäßig, wenn gleich es den Bewohnern keineswegs an Fleiß und Willigkeit in Annahme landwirthlicher Verbesserungen fehlt……”
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Sapper Agnes in Neckartailfingen 1882-1888

Donnerstag, den 10. Dezember 2009

Agnes SapperAgnes Sapper (1852-1929) mit Tochter Anna, ca. 1885

Die Kinder- und Jugendbuch – Autorin lebte von 1882 bis 1888 in Neckartailfingen. Sie wurde besonders durch die Geschichten der “Pfäffling Familie”, “Frieder” und “Das erste Schuljahr” bekannt. In Neckartailfingen wurden ihre Töchter Anna und Agnes geboren.

Notar Sapper

Und in diese Zeit fällt ihre erste Veröffentlichung “In Wasserfluten” in dem “Immergrün-Kalender” der Evangelischen Gesellschaft. Sie schreibt in ihren Lebenserinnerungen, wie ihre Familie nach Neckartailfingen kam:

Eduard Sapper Notar in Neckartailfingen. (1875)

Neckartailfingen

“Mein Mann hatte sein Amt als Stadtschultheiß (in Blaubeuren) niedergelegt, um als Notar in den Staatsdienst( in Neckartailfingen) überzutreten. Der freundliche im Neckartal gelegene Marktflecken wurde nun unsere Heimat….”

Neckartailfingen Kirche und Pfarrhaus

Rückblickend schreibt sie: “Vereinzelte Spuren aus meinem eigenen Leben, Personen, die ich kennen gelernt, Verhältnisse in die ich geblickt, finden sich freilich in all meinen Geschichten……So führt “Die Adlerapotheke”zurück nach Neckartailfingen, in die Apotheke neben unserem Haus; sie gab den äußeren Rahmen für die Geschichte und die liebe, längst verstorbene Frau des damaligen Apothekers (Karl Friedrich Schweizer) sagte mir; “Ich muss meinem Mann alte silberne Kaffeelöffel zur Quecksilberbereitung geben.”

Aus ihrer Autobiografie “Ein Gruß an die Freunde meiner Bücher” 1922 Gundert Verlag

Bilder aus der Biographie ihrer Tochter Agnes Herding-Sapper: “Agnes Sapper ihr Weg und ihr Wirken” 1936 Gundert Verlag

Weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Agnes_Sapper

http://omnibus.uni-freiburg.de/~stebel/

Unterboihingen 1848 Ortsbeschreibung

Dienstag, den 8. Dezember 2009

Über Unterboihingen, dem einzigen katholischen Ort im Oberamt Nürtingen, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Dieser Ort hat mit seiner Markung unter allen des Oberamtes die wärmste Lage und die frühesten Ernten. Die Wiesen liegen im Neckarthal, während die Felder sich die sanften Höhen hinanziehen, welche zwischen dem Neckar- und Lauter-Thal sich ausbreiten. Es wechselt sandiger Lehm- und Thon-Boden, in einzelnen Lagen auch Mergel und mit Kies gemischter Kalkboden. Im Ganzen sind die Felder fruchtbar und nicht schwer zu bauen. Man muß den Zustand der hiesigen Landwirthschaft als sehr gehoben und fortgeschritten bezeichen, indem das Beispiel der musterhaften Oekonomie auf den benachbarten Maiereien Tachenhausen, Bodelshofen, Steinbach und Köngen hier lobenswerthe Einwirkung findet…..”
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Reudern 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 5. Dezember 2009

Über Reudern wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Das Dorf liegt rechts an der Straße nach Kirchheim und besteht aus zwei Gassen, die zusammentreffen, wo die 1751 erbaute artige, kleine Kirche steht. Bei derselben befindet sich der Begräbnißplatz. Vor 1751 hatte der Ort keine eigene Kirche und vor 1767 keine eigene Schule. Der Pfarrer von Ober-Boihingen hat hier jeden Sonntag Gottesdienst, anwechselnd Predigt oder Katechisation, zu halten……Das schön gelegene, hübsche Schulhaus (mit einer herrlichen Aussicht) wurde 1838 erbaut; die Schule wird von einem Lehrer und einem Lehrgehülfen versehen. Das Rathhaus ist alt.”
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Oberensingen 1848 Ortsbeschreibung

Dienstag, den 1. Dezember 2009

Über den Weinanbau in Oberensingen wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

“Der Weinbau hat hier eine Dauer von kaum 100 Jahren erreicht und nie eine namhafte Ausdehnung gewonnen. Durch den Abraum und Schutt, der aus den Steinbrüchen seit Jahrhunderten weggeschafft und aufgethürmt wurde, waren nach und nach die …. Grubberge entstanden, die man um 1750 anfing mit Reben zu bepflanzen. Da aber die Erfolge selten günstig waren, so zog man es neuerlich vor, die Weinberge mit ganz unbedeutenden Ausnahmen zum Kleebau und zur Obstzucht zu benützen”
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Teufelsbrücke und Teufelsklinge in der Ortsbeschreibung Hardt von 1848

Dienstag, den 1. Dezember 2009

Über die Teufelsbrücke und die Teufelsklinge von Nürtingen-Hardt wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, folgendes notiert:
“Am Nordostende der Markung führt die Straße von Nürtingen nach Stuttgart mittelst der Teufelsbrücke über die Teufelsklinge, eine Lokalität, wohin, wie schon der Name erwarten läst, Aberglaube und Sage manch seltsamen Spuck verlegen……..”
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Oberboihingen und Tachenhausen 1848 Ortsbeschreibung

Montag, den 30. November 2009

In der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, wird über Oberboihingen gesagt:

” Die Obstzucht ist bedeutend und seit etwa 20Jahren sehr in Aufnahme, der Weinbau dagegen ganz untergeordnet und wenig einträglich, der Holzmangel empfindlich. Die Rindviehzucht ist auch hier in fortschreitender Verbesserung begriffen und die Schafhaltung nicht unerheblich. Die Einwohner sind arbeitsam und häuslich,….. ”
und zu Tachenhausen: ” Die Gebäude des untern Hofes sind 1829 abgetragen und 1838 auch der letzte Rest des Klosters, die Ueberbleibsel der Umfangs-Mauer, entfernt worden. Der kleinere untere Hof ist jetzt mit dem größeren obern zu Einem Pachtgut vereinigt, das 1836 auf 18 Jahre für jährlich 2000 fl. verliehen ist. Erwähnung verdient, daß die Verwaltung auf die höhere Pachtsumme von 2500 fl., die zu erzielen gewesen wäre, in der Absicht verzichtet hat, einen rationellen Landwirth zu gewinnen, der, indem er das Gut emporbringt, durch sein Beispiel auch auf die Umgegend wohlthätig wirkt. ”
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Beuren 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 28. November 2009

Über die Einwohner von Beuren wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

” Die Bewohner kündigen sich schon durch ihr Aeußeres als ein von den Thalbewohnern merklich verschiedener Menschenschlag an; sie sind größer, kräftiger und im Ganzen mehr wohlgebaut, auch sind dunkle Haare hier häufiger als im Thal; die Mundart ist schon mehr oberländisch, die Anhänglichkeit an das Alte und Hergebrachte noch allgemeiner, was sich auch in der Tracht zeigt. Der Charakter erscheint bei oberflächlicher Bekanntschaft etwas rauh und derb; dagegen rühmt man große Betriebsamkeit, Wirthschaftlichkeit und dabei mildthätigen Sinn gegen Nothleidende. Der sittlich religiöse Zustand gehört zu den befriedigenden der Gegend.”
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