Archiv des Tags ‘Oberamtbeschreibung’

Aich 1848 Ortsbeschreibung

Freitag, den 18. Dezember 2009

Über Aich, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Die Feldmark Aich liegt uneben auf der südlichen Absenkung der Filder, im Aichthal und auf dem Rücken zwischen diesem und dem Neckarthal, ist quellenreich und durch die Aich, Schaiach, Baierbach, Bombach und Finsterbach bewässert, hat reine aber etwas rauhe Luft, und einen nicht besonders fruchtbaren, magern, schweren Boden mit steinigter, häufig auch lettiger Unterlage. Da dieser lettig – lehmig Boden stärkere Düngung verlangt, als mancher Eigenthümer zu gewähren vermag, so ist der Zustand des Anbaues noch immer ziemlich mittelmäßig, wenn gleich es den Bewohnern keineswegs an Fleiß und Willigkeit in Annahme landwirthlicher Verbesserungen fehlt……”
der Volltext wird auf der Seite Oberamtsbeschreibung.de angeboten und steht demnächst auch als PDF-Download bereit.

Als Buch ist der Band 25 Nürtingen 1848 hier zu beziehen oder über den Buchhandel. ISBN 978-3-941582-25-5

Tischardt 1848 Ortsbeschreibung

Sonntag, den 6. Dezember 2009

Über Tischardt wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Der Boden der Markung ist ein wenig fruchtbarer, mühsam zu bearbeitender Thonboden und der Feldbau bei weitem der unbedeutendste im Oberamt. Ertragreicher und besser, auch beinahe um das Dreifache ausgedehter als das Ackerfeld ist das Wiesenareal. Der Ort hat etwas Weinbau und erzeugt ein angenehmes, aber nicht haltbares Gewächs. Der wichtigste Culturzweig ist die Obstzucht, deren Verhältnisse denen von Frickenhausen gleichen. Früher wurde viel Süßobst gezogen und gedörrt; neuerlich aber werden die noch tauglichen Bäume abgeworfen und mit andern Obstgattungen geimpft….Wohlhabend sind nur einige Einzelne, der bei weitem größte Theil der Bürgerschaft ist sehr arm und nährt sich nebenbei durch den dem hiesigen Ort eigenthümlichen Erwerbszweigs der Baumwollenwattfabrikation, deren Erzeugnisse von den Leuten selbst im ganzen Land umher durch Hausiren abgesetzt wird..”
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Reudern 1848 Ortsbeschreibung

Samstag, den 5. Dezember 2009

Über Reudern wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, berichtet:

“Das Dorf liegt rechts an der Straße nach Kirchheim und besteht aus zwei Gassen, die zusammentreffen, wo die 1751 erbaute artige, kleine Kirche steht. Bei derselben befindet sich der Begräbnißplatz. Vor 1751 hatte der Ort keine eigene Kirche und vor 1767 keine eigene Schule. Der Pfarrer von Ober-Boihingen hat hier jeden Sonntag Gottesdienst, anwechselnd Predigt oder Katechisation, zu halten……Das schön gelegene, hübsche Schulhaus (mit einer herrlichen Aussicht) wurde 1838 erbaut; die Schule wird von einem Lehrer und einem Lehrgehülfen versehen. Das Rathhaus ist alt.”
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Oberensingen 1848 Ortsbeschreibung

Dienstag, den 1. Dezember 2009

Über den Weinanbau in Oberensingen wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

“Der Weinbau hat hier eine Dauer von kaum 100 Jahren erreicht und nie eine namhafte Ausdehnung gewonnen. Durch den Abraum und Schutt, der aus den Steinbrüchen seit Jahrhunderten weggeschafft und aufgethürmt wurde, waren nach und nach die …. Grubberge entstanden, die man um 1750 anfing mit Reben zu bepflanzen. Da aber die Erfolge selten günstig waren, so zog man es neuerlich vor, die Weinberge mit ganz unbedeutenden Ausnahmen zum Kleebau und zur Obstzucht zu benützen”
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Neuffen 1848 Ortsbeschreibung

Freitag, den 27. November 2009

Über den Anbau von Wein, in und um der Stadt Neuffen, wird in der Oberamtsbeschreibung von 1848 Nürtingen, gesagt:

“Der Weinbau ist hier am wichtigsten und ausgedehntesten im Oberamt. Die meisten Weingärten liegen am Fuß des Festungsbergs. Nach hiesigem Brauch enge (mit 4000 Stock per Morgen = 31,52 Ar) und fast ausschließlich mit Sylvanern bestockt, liefern sie in guten Jahren auf den Morgen 8-12 Eimer (Eimer = ca. 394 Liter) eines Gewächses, das im günstigen Fall mit 40 bis 44 fl., bisweilen noch höher bezahlt wird. In sehr trockenen Jahrgängen, wie z.B. 1834, wo bisweilen Strichregen an der Alptraufe hin die Reben erfrischten, hat das hiesige Erzeugniß von Kennern den Vorzug selbst vor den beliebten Weinen des Remsthals erhalten, und wurde in größere Entfernung, namentlich nach Stuttgart abgesetzt. In gewöhnlichen Jahren findet es seine Abnehmer hautsächlich in Urach und auf der Alp. .”
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